ABLAUF EINER PSYCHOTHERAPIE

WIE VERLÄUFT EINE AMBULANTE PSYCHOTHERAPIE?

Eine ambulante Behandlung beginnt zunächst mit sogenannten Probatorischen Sitzungen, in denen sich Patient*in und Therapeut*in kennenlernen und gegenseitig überprüfen können, ob ein gutes Zusammenarbeiten möglich ist. Eine vertrauensvolle und tragfähige therapeutische Beziehung ist schließlich die Basis für jede psychotherapeutische Behandlung. Darüber hinaus soll in diesen Sitzungen insbesondere die Indikation geklärt werden, das heißt: Ist eine ambulante Psychotherapie notwendig und auch ein angemessener Behandlungsrahmen für die Problemlage? Hierzu ist es wichtig den Anlass für die Kontaktaufnahme zu verstehen, ebenso die Beschwerdelage, die aktuellen Lebensumstände sowie die Entwicklung der Problematik vor dem Hintergrund der Lebensgeschichte. Je nach Schweregrad ist eine medikamentöse Mitbehandlung oder eine vorherige stationäre Behandlung notwendig.


Ist eine gute Passung zwischen Patient*in und Therapeut*in gegeben und die Problemlage für den Behandlungsrahmen angemessen, wird nach meist 4-5 Probatorischen Sitzungen eine reguläre ambulante Psychotherapie eingeleitet. Bei einer Finanzierung der Behandlung durch die Krankenkasse erfolgt dann ein Antrag auf Psychotherapie durch den/die Behandler*in. Die Behandlungsdauer ist anschließend variabel und nicht immer planbar. Von einer Kurzzeittherapie spricht man bei weniger als 25 Sitzungen, bei Langzeittherapien übernehmen die Krankenkassen meist die Kosten für bis zu 80 Sitzungen. Sitzungen finden zu Beginn meist einmal wöchentlich statt, im weiteren Behandlungsverlauf oft mit geringerer Frequenz. Eine Sitzung dauert 50 min.